Als Vielschreiberin und Noch-mehr-Leserin neige ich dazu, Geschriebenes so anzupassen, dass es problemlos in mein profan gestricktes Weltbild passt.
Passierte mir neulich, als ich den Blog von John Aysa las, der mit den nützlichen Hinweisen schloss:

#staythefuckhome #readsomefuckingbooks #hearsomefuckingmusic [aber in fucking Zimmerlautstärke;-) Anmerkung der Autorin]

Tief in meiner erotischen Geschichte steckend, las ich doch glatt: #stay and fuck at home.
Was für ein gut gemeinter Rat, dachte ich. Wie viel entspannender ist es doch in den eigenen vier Wänden, auf dem Teppich, dem Esstisch, dem Küchenkastl und … ach ja, hätt ich beinah das Bett vergessen.
Kein Kick mehr, ob die Rolltreppe zur U1 auch lang genug wäre, kein Nervenkitzel mehr, ob die Weinstöcke, hinter die man sich verdrückt hatte, nicht ausgerechnet jetzt ihr Laub ließen, kein Thrill mehr, ob zu mitternächtlicher Stunde ein an Schlafstörungen leidender Mitbewohner das Ganglicht im Treppenhaus anschaltete.

Dank des Virus’ gibt es nun die Aufforderung zu Hause zu kopulieren, was ich sehr vernünftig finde. Denn dort wo Körperflüssigkeiten strömen, sind auch die gefürchteten Tröpfchen nicht weit.
In diesem Sinne: #stayandfuckathome;-)

Mundschutzmasken in der Literatur (lange vor Corona). Die Autorin möchte darauf hinweisen, dass diese an Männern ebenso schick wie an Frauen aussehen. — Foto: KS

Ich möchte an dieser Stelle Rolf Miller zitieren, der einmal gesagt hat: »Man darf nicht immer alles glauben, was man denkt.«
Oder wie in diesem Fall — liest;-)

One thought on “@ home

  1. John Aysa sagt:

    Kristina! Was du so immer liest und was dein verderbtes Hirn dann daraus macht, ts, ts, ts … das gefällt mir :-).
    Interessantes Foto: Dieses Cover-Motiv ist wohl ein nicht so häufiges Sammel-Kriterium für Bücher, möchte man meinen.

    #havesomefuckingfun 😉

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